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60 Grad Hitze im Kopf

Diese Hitze hat nichts mit einem heißen Sommer zu tun, sondern sie soll beschreiben, wie ich mich fühle, wenn Menschen um mich herum sind.

Es fängt schon im ganz kleinen privaten Umkreis an: die Familie oder der Partner.
Sosehr ich alle liebe, so sehr reagiert aber auch mein Kopf darauf. Ich habe schön öfter versucht zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn meine Aufmerksamkeit auf andere Menschen gerichtet ist. Wo NTs wahrscheinlich keine Veränderung oder sogar ein angenehmes Gefühl verspüren, tut sich bei mir im Kopf eine ganze Menge. Ich möchte es gerne einmal anhand eines Beispiels beschreiben:

Ich bin allein im Haus und fühle mich dadurch sehr entspannt. Mein Kopf hat eine gefühlte Temperatur von angenehmen 20 Grad, die mich kreativ denken und arbeiten lässt. Nun betritt mein Ehepartner das Haus, und was viele Menschen als sehr angenehm empfinden, löst bei mir ein völlig anderes Gefühl aus. Die Temperatur im Kopf fährt hoch. Es müssen mehr Sensoren geschaltet werden und mein angenehmes Gefühl ist vorbei. Ich fahre mein Aufmerksamkeitslevel hoch, weil ich natürlich meinem Partner auch begegnen will. Ich möchte direkt klarstellen, dass mein Ehepartner nichts dafür kann. Es ist ganz allein mein Problem.
Meine Temperatur im Kopf fährt also auf gefühlte 40 Grad hoch. Man stelle sich nun einen hochroten Kopf vor (den ich natürlich nicht habe) und mein innerer Stress beginnt. Kommen noch mehr Familienmitglieder dazu, erhöht sich die Temperatur in meinem Kopf auf gefühlte 60 Grad. Ganz schlimm wird es, wenn ich Fremden, größeren Gruppen oder Veranstaltungen begegnen muss. Dann laufen immer mehr Sensoren auch Hochtouren, so dass ich nach geraumer Zeit vollkommen erschöpft zusammenfalle und eine lange Erholungszeit brauche, um die Temperatur im Kopf wieder runterzufahren.

Wie sieht nun mein Alltag aus?
Nun, ich bin verheiratet und stehe damit vor der Herausforderung, diese Temperatur auszuhalten. Das ist sehr schlimm für meinen Partner, weil ich ihm in seinem Beisein nie das Gefühl von totaler Erholung schenken kann. Er muss also damit klarkommen, dass ich jedes Zusammensein mit einem gewissen Stress verbinde, ohne es zu wollen.
Für mich ist es auf Dauer nicht auszuhalten, wenn der Partner den ganzen Tag und die ganze Nacht um mich herum ist. Besonders schlimm wird es, wenn es um das Thema Urlaub geht. Für mich war Urlaub nie Urlaub, sondern der pure Stress und ich fiel nach der Reise oft tagelang komplett erschöpft zusammen.

Ich kann für diesen Zustand nichts und er hängt mit meinem Autismus zusammen, weil ich alles doppelt so stark, wenn nicht sogar mehr, wahrnehme als Menschen ohne Autismus. Man könnte auch sagen, ich bekomme immer die volle Packung.
Was funktioniert also wirklich in meinem Leben?
Mein Ehepartner ist sich bewusst, dass er mich jeden Tag eine gewisse Stundenzahl allein lassen muss. Damit meine ich „ganz allein“, also nicht nur in einem anderem Zimmer sitzt. Entweder geht er außer Haus, was bei einer Arbeitsstelle außerhalb ganz normal ist, oder ich verlasse das Haus und suche eine einsame Stelle auf, wo ich arbeiten kann.
Wir haben versucht, andere Möglichkeiten zu finden, aber es kam immer das gleiche Ergebnis heraus, nämlich dass ich vor Erschöpfung zusammenfiel oder in Overloads, Meltdowns oder eine Verstummung fiel. Seitdem wir uns ein System erarbeitet haben, bleiben diese unerträglichen Zustände fast ganz aus.
Es ist für den Partner von Autisten harte Arbeit, ebenso wie für den Autisten selbst, die Realität als das zu erkennen, was sie ist.

Warum ist mir das nicht früher aufgefallen?
Nun, mein Mann war bis vor knapp zwei Jahren regelmäßig Arbeiten, doch seit er, genau wie ich, freiberuflich ist, hat sich dieses Problem in einer Form gezeigt, die ein Umdenken erforderte. Auch in Hinsicht auf ein späteres Rentendasein, wo dieses Thema unweigerlich auf uns zugekommen wäre.
Wir haben uns auf diese Umstände eingelassen und mussten von beiden Seiten viele Kompromisse in den letzten Jahren eingehen. Die einfachste Lösung wäre natürlich die Trennung, aber wäre es eine gute Lösung? Sicher nicht. Nach fast 33 Jahren Ehe hat man sich zu schätzen gelernt. Auch die Wichtigkeit der gegenseitigen Hilfe. Das möchten wir gerne erhalten.

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Gut, dass Sie es nicht wussten … sagte der Psychologe

Wer hält das für möglich! Da soll ich froh sein, dass ich über all die Jahre nichts vom Asperger Syndrom wusste und doch „so gut“ durchgekommen bin. Ich schrieb bereits einmal über dieses leidige Thema, aber es ärgert mich immer wieder, so etwas zu hören. Vor allen Dingen in Zusammenhang mit betroffenen Eltern, die jahrelang unter großer Ungewissheit litten und die mit ihren vom Asperger Syndrom betroffenen Kindern Hilfe suchen und den pfleglichen Tipp bekommen: „Sie sind doch auch gut durchgekommen. Dann bekommen Sie das Kind auch gut durch.“
Entschuldigung, aber mir wird bei solchen Empfehlungen kotzübel!!
Mein Tipp: Diesen Ratgeber sofort at acta legen!
Warum?

Sind wir wirklich gut durchgekommen? Nein!
Ging es uns all die Jahre wirklich gut? Nein!
Wollen wir, dass alles so bleibt? Nein!
Wollen wir Klarheit? Ja!
Wollen wir Gewissheit? Ja!
Wollen wir, dass sich etwas ändert? Ja!
Wollen wir, dass es unseren Kindern gutgeht? Ja!
Nur deswegen suchen wir Hilfe auf. Ich suche doch keine Hilfe, wenn ich mit der Situation zufrieden bin. Also, Ärzte, die solche Aussagen machen, haben aus meiner Sicht ihren Beruf verfehlt.

Ich würde jeder Familie und überhaupt jedem Menschen empfehlen, sich die Hilfe zu suchen, die sich auch auf deren Seite stellt. Wir wollen einen doch keinen Krieg gegen unseren eigenen Arzt führen? Umgedreht erscheint es mir oft so. Ja, ich empfinde es als richtig gemein und unprofessionell, wenn mich der Arzt mit meinen Sorgen nicht ernst nimmt und meine Probleme schönredet.
Ich liebe es, in solchen Fällen die „Umkehrformel“ anzuwenden. Wie würde sich der Arzt fühlen, wenn er Hilfe bei einem Kollegen sucht und dieser ihm sagte: „Sie sind doch bis jetzt ganz gut durchgekommen. Dann schaffen Sie das auch weiter.“ Ich würde fragen: „Na, wie fühlt sich das an?“

Es macht mich so wütend, dass ich immer wieder von diesem Problem lese. Da wird von manchen Ärzten der Begriff „Kaschieren“ mit „Wohlfühlen“ verwechselt. Wir brauchen mehr Duden in den Arztpraxen, um die Begriffe neu zu klären.

Das größte Problem und gleichzeitig eine große Gefahr beim Asperger Syndrom oder dem Hochfunktionalen Autismus ist doch genau die Anpassung, die gänzlich gegen die Natur desjenigen arbeitet. Dann liegt es doch auf der Hand, dass derjenige früher oder später erkrankt, entweder körperlich oder mental. Wie hätten Sie es denn gerne, Herr Doktor! Na, vielleicht kommt auch ein kleiner Suizidversuch dazwischen, damit die Suppe auch köstlich schmeckt.
Schluss mit dem Sarkasmus, der mich bei diesem Thema immer wieder einholt.

Jeder Betroffene von Autismus, egal, welche Art von Autismus es ist, sollte so schnell wie möglich beraten und diagnostiziert werden. Nur das garantiert dem Betroffenen eine Entwicklung, die ihn sich gut fühlen lässt. Jeder Mensch mit Autismus kann nämlich durchaus glücklich und im guter Balance in unserer Gesellschaft leben. Er muss nur das richtige Umfeld gestaltet bekommen. Und genau dabei benötigt er Hilfe. Das Umfeld sollte so früh wie möglich angepasst werden und nicht der Betroffene an das Umfeld. Und ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe dreißig Jahre meines Lebens darauf gewartet, „mein Leben“ leben zu dürfen, weil es mir als Kind weggenommen wurde. Das wünsche ich keinem anderen Menschen auf dieser Welt.

Meine Bitte an Eltern von betroffenen Kindern: Ihr spürt, wenn etwas nicht stimmt, wenn eure Kinder plötzlich aus unerfindlichen Gründen Probleme bekommen, Prüfungsangst erleiden, soziale Interaktionsprobleme zeigen oder sich einfach nicht in ihrer Rolle oder Haut wohlfühlen. Dann stecken sie vielleicht in einer Haut, in die sie reingepresst wurden aber nicht gehören. Redet mit euren Kindern, auch wenn sie jugendlich oder gar schon erwachsen sind. Gebt ihnen die Chance oder Möglichkeit, herauszufinden was los ist. Ich rede dabei nicht von Bagatellen. Ich rede davon, wenn Ihr das Gefühl habt, dass sich ein ernstes Problem anbahnt.
Und dann könnte Ihr sagen: „Gut, dass wir es wussten…“
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Wenn Familie und Freunde die Diagnose aberkennen

Wie kann das sein? Endlich habe ich meine lang ersehnte Diagnose erhalten und traue mich offen darüber zu reden und schon schauen mich viele zweifelnde Blicke an. Ich wedel mit dem Papier, doch es nützt nichts. Ich ernte ein mitleidiges Räuspern und spüre, wie hinter meinem Rücken getuschelt wird. Ich versuche zu erklären, dass ich mit vielen Dingen große Probleme hatte und sie immer mit einem Lächeln kaschiert habe. Mein Optimismus und meine gute Laune, die ich täglich zeigte, entpuppen sich plötzlich als Feinde.

Das ist der Moment, in dem ich große Entscheidungen treffen muss.
Lege ich wirklich noch Wert auf all die Menschen, die sich mir entgegenstellen? Was ist mit deren Mitgefühl, das ich ihnen immer bei ihren Problemen entgegengebracht habe? Ein schmerzlicher Gedanke überkommt mich: Ich werde all diese Menschen verlieren! Oh nein! Halte ich das überhaupt aus? Eine andere Frage stellt sich mir: Halte ich es überhaupt noch aus, mich weiter für andere zu verbiegen?
Zwei Fragen, die eine schwere Entscheidung von mir abverlangen. Ich hätte nie gedacht, dass ich an den Punkt komme, bei dem ich mich frage: Sie oder ich? Und wieder entsteht ein neuer Kampf. Hört das denn nie auf? Auch diesen Kampf muss ich wohl oder übel durchstehen. Meine Gedanken laufen Amok. Ist das das Ergebnis einer Diagnose? Dass mein Leben noch mehr zerrüttet wird? Was bleibt mir?

Erst mal Flucht, denke ich und ziehe mich für viele Wochen weit entfernt von allen zurück. Ich lasse das Gefühl auf mich wirken, wie sich mein Leben ohne all diese Menschen anfühlt. Das Ergebnis erschreckt mich! Es fühlt sich gut an. Ich erschrecke wahrlich vor meinem eigenen Wohlbefinden. Wie kann das sein? Seit zig Jahren habe ich mich nicht mehr wohlgefühlt oder habe es mir nicht mehr erlaubt und plötzlich bricht dieses Gefühl mit einer Intensität über mich herein, dass ich vor Glück weinen muss. Jaaa, ich spüre wieder Glück! Ein Gefühl, das ich all die Jahre gesucht habe und nicht finden konnte. Es war untergegangen von zu vielen Geräuschen, Menschen, Farben, Eindrücken und Aufgaben, denen ich nicht gewachsen war. Nachdem ich das Gefühl eine Weile auf mich habe wirken lassen, treffe ich die Entscheidung zur Frage „Sie oder ich?“.

„Ich“ ist das klare Ergebnis. Zum ersten Mal seit vielen Jahren entdecke ich wieder die Welt, in die ich gehöre. Und in die kann ich leider nur wenige Menschen mitnehmen. Ich lade zwar alle ein, aber nur wenige sagen zu und treten in meine autistische Welt ein. Im Grunde ist sie nicht viel anders, als die Welt draußen auch. Doch sie ist geprägt von der Schönheit der Natur, den Tieren und der Ruhe. Keine Machtspiele und keine Hinterhältigkeit mehr. Ich bin dieser Dinge überdrüssig. Mich fängt eine ehrliche, mentale Schönheit ein, die ich so nicht kannte. Menschen, die mir folgen, sind keine fordernden Menschen, sondern solche, die sich für diese Welt öffnen können und wollen. Sie sind ehrlich, freundlich, respektvoll und willkommen.

Ich kehre nur kurz in die alte, für mich verwirrende, Welt zurück, um allen, die mich nicht so annehmen wie ich bin, den Kontakt zu kündigen. Schmerz, Wut, Druck und Zorn beben in mir, weil ich die Verurteilung spüre, die sich draußen breitmacht. Doch ich halte die Türe geschlossen, gehe nicht mehr ans Telefon und nicht mehr in die Stadt. Ich verbringe die Zeit damit, ein Buch zu schreiben und packe so unendlich viel Wut hinein. Nebenbei suche ich nach neuen Zielen und einer neuen Umgebung. Ich kann hier nicht mehr bleiben, wenn der Krieg täglich vor meiner Tür stattfindet. Ich will mich neu definieren und suche Menschen, die mich nicht kennen und einen Ort, der mich nie anderes kennenlernen wird, als der Mensch, der ich in Wahrheit bin.

Einige Jahre später.
Man fragt mich, warum ich nicht alles beim Alten gelassen und es einfach nur erklärt habe. Ich lächele auf diese Frage und schaue in den Himmel, unter dem ich nun im Einklang mit Natur und Tieren lebe und Bücher schreibe… Ich brauche hier nichts mehr erklären. Ich bin angekommen!

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Die langersehnte Diagnose!

Klingt das paranoid?
Wer ersehnt sich schon eine Störung? (wobei ich anzweifle, dass das Asperger Syndrom eine Störung ist.) Doch es geht um etwas ganz anderes.

Es ist erschreckend, wie viele Menschen mit dem Bewusstsein leben, dass in ihrem Leben irgendetwas nicht stimmt. Wenn Lernprozesse erfolglos bleiben und man immer wieder stigmatisiert wird. Wenn andere sagen, dass man zu dumm für diese Welt ist oder sich nicht genug Mühe gibt. Man fragt sich ständig, warum kann ich das nicht? Die Selbstzweifel wachsen ins Unermessliche. Ein Kampf auf ganzer Linie bricht im Leben aus. Dann immer wieder die Frage: Was stimmt nicht mit mir? Hinzu kommt die Angst, in eine Psychiatrie eingewiesen zu werden, wenn man am Ende seiner Kraft ankommt. Die Nerven gehen durch und der Körper rebelliert. Aber der Arzt findet nichts, weil nur der Kopf verrückt spielt. Der erste Eindruck entsteht, man sei ein Simulant … oder noch schlimmer: einfach nur faul, … oder gar psychisch krank? Nichts von dem entspricht der Wahrheit.

Mit Faulheit hat das Asperger Syndrom rein gar nichts zu tun. Und der Kopf spielt auch nicht verrückt. Man ist weder ein Simulant noch psychisch krank. Nur, um das mal klarzustellen. Es ist die Unwissenheit, die all diese Gedanken in einem hervorlockt.

Ich kenne keine andere Gruppierung von Menschen, denen eine Diagnose so wichtig ist. Oftmals reicht das einfache Wissen nicht aus, weil es in der Gesellschaft nicht anerkannt wird. Nein, die Menschen brauchen ein Papier, auf dem steht, was mit einem los ist. Dann die Erlösung: Die Anerkennung! Die ersehnte Diagnose.

In den letzten fünf Jahren habe ich so viele Emails, Briefe und Facebook- Nachrichten erhalten, in denen genau diese Dinge geschildert wurden. Vorrangig die Angst, die Diagnose nicht zu erhalten. Nicht nur betroffene Frauen beklagen viele falsche Vorgehensweisen bei der Diagnose, sondern inzwischen auch Männer, die sich doch oft auf der sicheren Seite befanden. Was ist es, was das ganze Verfahren so „verfahren“ macht? Was in den Betroffenen eine so große Angst auslöst, dass sie sich lieber an Communities oder andere Betroffene wenden? Muss denn immer eine langjährige Psychotherapie vorangehen, bevor die Diagnose erfolgt? Was ist mit den Betroffenen, die über viele Jahre versucht haben, das Krankensystem zu schützen und dem Staat immense Kosten eingespart haben? Ach ja, wer spart wird bestraft! War ja immer schon so. Deswegen auch keine Belohnung.
Für mich eine verkehrte Welt. Aber die Welt da draußen war mir schon immer ein Rätsel.

Inzwischen laufen Betroffene mit Büchern von Diagnostizierten zu Gesprächen und sagen: Ich bin genauso. Hallo? Wie stigmatisiert und verängstigt sind solche Menschen, die nicht einmal mehr die Kraft haben, sich selbst darzustellen? Total verängstigt, kann ich nur sagen und ich spreche aus Erfahrung.

Es macht mich immer wieder traurig, wie viele von Angst Getriebene sich bei mir melden und um Rat bitten. Ich kann leider immer nur ermutigen, ein Diagnosegespräch anzustreben und sich gut vorzubereiten. Was bedeutet vorbereiten?
Ich würde aus heutiger Sicht empfehlen, so viele Auffälligkeiten wie möglich aus der Kindheit und Jugend zu notieren. Und ebenso die heutigen Auffälligkeiten. Vieles haben die Betroffenen vielleicht gelernt zu kaschieren, aber wenn man ganz tief in sich hineinhorcht, kann man die eigentlichen Probleme deutlich spüren. Da es bei den Diagnosegesprächen häufig um die Beantwortung von Fragen geht, wird nicht immer die Möglichkeit angeboten, sich selbst darzustellen. Hinzu kommt oftmals das Problem, nicht spontan auf eine Frage richtig antworten zu können. Dann ist es besser, man reicht mit dem ersten Fragebogen direkt eine Eigendokumentation ein. Wenn der diagnostizierende Arzt dies liest, kann er sich vielleicht besser auf das Gespräch einstellen.
Eine zusätzliche Hilfe ist es, wenn Psychologen eine Überweisung zum Diagnosearzt ausstellen. Ist aber nicht zwingend notwendig.

Ich wünsche allen Betroffenen, dass sich die Diagnoseverfahren in Zukunft bessern und dem Patienten mehr Glauben geschenkt wird, denn er gibt für einen Betroffenen nichts Schlimmeres, als mit großer Angst das Gespräch gesucht zu haben und mit noch mehr Frustration und Demütigung nach Hause zu kommen.

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Was unterscheidet Menschen mit Asperger Syndrom von NTs?

Diese Frage stelle ich mir seit Jahren und weiß nicht wo ich anfangen soll.
Ich könnte jetzt schreiben: In 100 000 Sachen und doch haben alle miteinander eine große Ähnlichkeit. Jedes einzelne Anzeichen kann auch bei NTs vorkommen, also was unterscheidet uns wirklich?

Meiner Meinung nach sind es die Menge und Intensivität der Anzeichen. Ich reagiere in so vielen Dingen anders und doch wird es immer NTs geben, die sagen „aber so reagiere ich doch auch“. Stimmt! Denn jeder trägt eine Form der Sensibilität in sich und hat unterschiedliche empathische Empfindungen. Jeder hat in irgendwelchen Bereichen Probleme mit dem Verstehen oder der Logik. Sind wir vielleicht alle irgendwie Asperger?

Warum sprechen so viele NTs den von Autismus betroffenen Menschen ihren Autismus ab? Umgedreht kommt das so gut wie nie vor? Genauso gut könnte ich fragen: Warum kritisieren schlanke Menschen ständig übergewichtige Menschen? Und umgedreht nur ganz selten. Woher kommt diese Schieflage? Was unterscheidet diese Menschen?

Die Wahrnehmung! Sie läuft auf einem anderen Level.

Sie ist ein allumfassendes Ding in unserem Inneren. Nun stellt sich als nächstes die Frage, welche Wahrnehmungen das genau sind und wie kommen sie zustande?

Ich bin kein Fachmann und kann nur von meinen eigenen Theorien ausgehen, indem ich Situationen vergleiche und ich komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis:
Die Wahrnehmung befindet sich im Aufbau und der Struktur unseres Gehirns. Sicher, man kann vieles trainieren. Oder doch nicht?

Bei mir kann man leider nur sehr wenig trainieren. Ich versuche immer wieder bestimmte Dinge zu üben (z.B. Small Talk) und doch prägen sie sich nicht ein. Jedesmal stehe ich mit der gleichen Nervosität oder Ratlosigkeit da wie vorher.
Doch vielmehr beschäftigt mich die Frage nach der Ordnung, die mein Gehirn verlangt. Ist das nicht der Schlüssel zu allem oder die Antwort zu der Frage, was uns unterscheidet?

Menschen mit Asperger verlangen oder haben eine andere Ordnung im Kopf, die sie erhalten oder immer wieder herstellen möchten. Das würde doch vieles erklären. Dabei fällt mir der Begriff „Gelassenheit“ ein. Ein Gefühl, dass ich so gut wie gar nicht kenne, weil ich ständig damit beschäftigt bin, Ordnung in meinem Kopf herzustellen, wenn ich unter Menschen gehe. Bin ich alleine, ist die Ordnung hergestellt und ich kann mich entspannen. Niemand bringt sie durcheinander.

Kann es sein, dass der Autist viel mehr denkt, weil seine Wahrnehmung um so vieles stärker ist? Der innere Filter ist anders ausgelegt. Das Gehirn wird viel mehr beansprucht, als das von einem nicht autistischen Menschen. Ein Beispiel: Der NT geht in die Stadt, schaut sich ohne große Gedanken seine Umgebung an und fühlt sich entspannt. Nun geht ein autistischer Mensch in die Stadt. Vergleichen wir deren Gehirne:
Der NT hat kaum Anzeichen von Stress, weil er vielleicht nur den Einkauf im Kopf hat. Das ist bei mir ganz anders. Mein Gehirn kocht über vor Eindrücken und Unordnung auf dem Weg zum Einkauf. Ich kann mich auf den Einkauf danach kaum noch konzentrieren, weil das Gehirn immer noch mit der Verarbeitung und dem Einsortieren beschäftigt ist.
Ein anderes Beispiel: Das Spezialinteresse.
Wenn ein Mensch mit Asperger Syndrom ein Spezialinteresse pflegt, dann kann man kaum noch von einem „normalen“ Interesse sprechen, denn er perfektioniert es in einer Form, an die oft Fachleute nicht einmal herankommen. Für NTs wäre nun Stress pur angesagt, doch der Asperger empfindet totale Entspannung dabei. Je intensiver er sich seinem Interesse widmet und es ihn fordert, je entspannter fühlt er sich. Der NT würde wahrscheinlich ausflippen, wenn man ihm die Masse an Informationen durchs Gehirn jagt, die ein autistischer Mensch zu kompensieren schafft.

Schon alleine meine Fähigkeit zur Wahrnehmung unzähliger Details in allen Sinnesbereichen unterscheidet mich von NTs. Ich traue mich oft gar nicht darüber zu sprechen. Ein Spaziergang mit mir kann eine nervende Prozedur für einen NT werden, denn ich bleibe andauernd stehen und muss mir die vielen Details anschauen, ob in der Natur oder auf dem Weg in die Stadt. Deswegen habe ich oft eine Kamera dabei und mache Fotos, weil ich gerne alles erfassen möchte, was um mich herum ist. Am liebsten bin ich alleine unterwegs, weil ich dann keinen nerve.

Dann gibt es noch einen weiteren sehr wesentlichen Unterschied: das ständige Analysieren und Reflektieren. Viele NTs schauen mich ratlos an, wenn ich davon erzähle. Auch das hat etwas mit meinem Ordnungsdenken zu tun. Ich analysiere ständig neue Situationen oder reflektiere Begegnungen, ob auch alles seine Ordnung hatte. Wenn nicht, kann es mich tagelang beschäftigen, bis ich wieder Ordnung hergestellt habe. Es kommt dem Prinzip des „Zauberwürfels“ gleich.

Mich würde mal interessieren, was NTs als Unterschied empfinden…

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Meine Welt funktioniert nur dann, wenn ich in ihr leben darf

Dass vom Asperger Syndrom Betroffene immer wieder darüber berichten in zwei Welten zu leben, kann ich auch von meiner Seite bestätigen und schrieb bereits einen Blog darüber.

Natürlich leben wir nur in EINER Welt und auf einer Erde. Rein äußerlich und als Materie gesehen. Die andere Welt spielt sich rein mental ab. Es ist keine Schizophrenie oder Persönlichkeitsspaltung,  und doch fühlt es sich wie eine Spaltung an. Zumindest bei mir.
Wie soll ich das erklären? Ich beginne mal mit der Zeit in meiner Kindheit und Jugend.

Fernab jeder Diagnose und des Wissens, dass ich anders sein könnte, als alle anderen um mich herum, fühlte ich mich in meiner Welt äußerst wohl. Was kümmerten mich die anderen Leute und deren Meinungen? Sollten sie sich doch gegenseitig „betratschen“ und alle um sich herum beurteilen und verändern wollen. Schon früh bekam ich mit, dass nur wenig gut genug oder richtig war. Immer gab es etwas auszusetzen. Doch als Kind begegnete ich der Welt der Erwachsenen mit einer gewissen Ignoranz oder auch dem Gefühl, eben ein Kind zu sein und nicht alles zu wissen. Man „erlaubte“ mir noch, anders zu sein und ordnete es der kindlichen Naivität zu. Doch Jahr um Jahr veränderte sich diese „Erlaubnis“. Die Kommentare der Erwachsenen wurden nachdrücklicher und trieben mich in eine Pubertät, die sich wie ein abgeschlossenes Zimmer anfühlte. Ja, ich schloss mich gedanklich und emotional ein, weil mich viele zu verbiegen versuchten und ich dem nicht nachkommen konnte. Doch während meiner Jugend fühlte sich das nicht schlimm an, denn mir war eh alles egal, was die anderen machten. Ich gab mich meinen Spezialinteressen hin und opferte nur unter Druck meine Zeit der Schule und so manchen Verpflichtungen. Freunde hatte ich keine, zumindest nicht solche, die man gewöhnlich als Freunde bezeichnet. Ich lebte die meiste Zeit in meiner eigenen Welt mit all meinen Geschichten und Ansichten. Dort fühlte ich tiefes Glück. Wer verstand schon mein stundenlanges Verschwinden im Wald oder meine Lese- und Schreibsucht? Solange ich unter dem Schutz meiner Eltern stand fühlte ich mich sicher und wohl. Meine Welt funktionierte.

Je älter ich wurde, desto mehr zehrte man mich aus dieser Welt heraus. Bis der Tag kam, als ich sie komplett verlassen musste. Ich erwachte mit 19 Jahren in einer kalten und unpassenden Welt für mich. Die erste Irritation holte mich während meiner Ausbildung zur Erzieherin ein. Mobbing war eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich verstand nicht den Grund, weshalb man meinen Umgang mit Kindern ins Lächerliche zog und sich darüber lustig machte. Sicher, meine Art mit ihnen umzugehen, war etwas anders, als man es gewohnt war, aber die Kinder liebten genau das. Ich legte viel Wert auf die Wahrnehmung von Farben, Formen und Geräuschen und ließ mir viele außergewöhnliche Beschäftigungen mit den Kindern einfallen. Ich setzte Musik als Mittelpunkt vieler Aktionen ein. Schon alleine das irritierte meine Kolleginnen. Ich entwich dem System und man mobbte mich aus dem Kindergarten heraus.

Ich will hier nicht alle Stationen, die dann folgten aufzählen, aber sie alle hatten etwas gemeinsam: Ich ging anders mit ihnen um. Wenn Kinder etwas äußerten, nahm ich es sehr ernst. Ich ließ mich auf ihre Art der Mitteilung ein, weil ich auch oft einen besonderen Weg der Mitteilung suchte. Als ich später mit alten, kranken Menschen arbeitete, zeigte sich das Problem erneut. Wo Kollegen mit Ignoranz oder verletzenden Bemerkungen reagierten, begann ich nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Was allen gemeinsam war, war, dass ich festgefahrene Denksysteme aufbrach und aufforderte, etwas zu verändern. Ja, ich hatte mir angewöhnt, andere belehren zu wollen. Leider meistens ohne Erfolg, denn Veränderung bedeutet Arbeit, zusätzliche Arbeit. Ich scheute diese Arbeit nicht. Da meine Versuche meistens erfolglos waren, stellte ich immer wieder fest, dass dies nicht meine Welt war und verließ die Arbeitsstelle. So erging es mir unzählige Male.
Ich stellte mir die Frage, in welcher Welt ich eigentlich leben darf, um glücklich zu sein? Gab es die überhaupt? Damit begann eine große Flucht in meinem Leben. Ich flüchtete von einer Welt in die nächste und wurde nicht fündig. Aber ich wurde etwas anderes – krank.

Eine Krankheit kann zum Lebensretter werden. Sie veranlasste, mich plötzlich mit vielen anderen Dingen zu beschäftigen. Ich begegnete in zurückgezogenen Momenten plötzlich meiner Kindheit und Jugend und fragte mich, welche Welt das wohl war, in der ich einst so glücklich gelebt hatte. Wie konnte ich nur diese Welt verlassen haben? Wie konnte das passieren? Nun, ich habe mich schlichtweg auf die Erwartung der Gesellschaft eingelassen, hielt deren Empfehlungen, die sicherlich nicht böse waren, für die richtigen, und kam ihnen emotionslos nach. Nur das Gefühl, dass es nicht meine Welt war, blieb tief im Inneren als Wahrheit verborgen.

Ich entkam dieser Welt drei Jahrzehnte später, als ich Entscheidungen traf, die nur wenigen gefielen. Ich wollte endlich meinen Passionen nachkommen und Bücher schreiben. Man zweifelte von vielen Seiten an, dass ich überhaupt ein Talent dafür besaß. Ich sehnte mich nach der Zeit, als ich die Ignoranz als meinen besten Partner und Begleiter hatte. Nur sie lässt mich die Augen davor verschließen, was andere von mir wollen und erwarten. Es fühlte sich anfangs, als ich meine Hilfeleistungen zurücknahm und Menschen mied, die mir einmal wichtig erschienen, ganz furchtbar für mich an. Doch je mehr ich durchhielt, desto näher kam ich meiner ursprünglichen Welt. Bis ich sie schließlich fand und ein Buch nach dem anderen schrieb. Heute lebe ich von meiner schriftstellerischen Arbeit und höre nur noch aus der Entfernung die Menschen reden, die meine Welt nicht billigen. Ist das die Kälte eines Autisten, die ich nun spüre? Die ich immer schon verspürt habe? Für mich fühlt es sich wie eine große Wärme an. Ich entscheide nun alles selbst und kommen meinen eigenen Idee nach. Fazit: Meine Welt funktioniert nur dann, wenn ich darin leben darf.

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Aushalten

Manchmal frage ich mich, wie ich mein altes Leben nur ausgehalten habe. Damit meine ich nicht, dass ich mein Leben als Mutter in meiner kleinen Familie nicht gemocht habe, sondern das ganze Drumherum.
Aushalten – ein Wort, das mein ganzes Leben bestimmt hat. Durch das Gefühl des Aushaltens kam ich nie in die wirkliche Entspannung. Jede Feier, jede Party und jede Veranstaltung war bei mir von dem Gefühl des Aushaltens bestimmt. Ich lachte und erzählte, doch im Grunde wartete ich immer nur darauf, dass es vorbei sein würde.

Schon Tage vor einem Termin sehnte ich mich nach dem Moment, wieder daheim und in totaler Stille sein zu können. NTs können dieses Gefühl vielleicht nachvollziehen, wenn sie an einen nervigen Zahnarztbesuch denken. Nur vorbei. Immer der Gedanke: morgen Abend ist es vorbei.
So flog mein ganzen Leben nur vorbei. Kaum Momente des Verweilens. Gespräche, die mich überforderten hielt ich aus, um mich Stunden später über meine verspätete Antwort zu ärgern, die ich nicht mehr geben konnte. Hilfszusagen, die ich machte, weil ich nicht nein sagen konnte, hielt ich ebenso aus, wie Erledigungen, die mich permanent überforderten. Immer nur der Gedanke gleich ist es vorbei. Ich „erledigte“ mein Leben regelrecht ohne es zu spüren. Ich war nie in der Lage, bei einer sozialen Interaktion Grenzen zu setzen, weil ich sie nicht erkannte. Ich erkenne sie heute immer noch nicht, aber ich habe meinen Bekannten- und Freundeskreis soweit sortiert, dass nur noch die übrig sind, die mich nicht mehr in unangenehme Situationen bringen oder mich ausnutzen. Hurra! Ein riesen Schritt, der mich viel Überwindung und Schmerz gekostet hat. Es schmerzte mich, dass plötzlich die Leute mir in den Rücken fielen, für die ich das meiste erledigte. Es schmerzte, nicht als die geliebt zu werden, die ich wirklich war, sondern nur als die, die allen half und immer dabei lachte. Die unermüdlich andere ermutigte, nicht aufzugeben und die, die möglichst noch unangenehme Erledigungen abnahm. Ich sah keine Grenze und erfuhr keinen Schutz.

Jetzt im Nachhinein bemerke ich, wie sehr es mir die Energie aus dem Leib gezogen hat. Ich kann mich kaum an Momente erinnern, in denen ich etwas wirklich gerne gemacht habe. Diese Momente beschränkten sich ausschließlich auf das Zusammensein mit meiner kleinen Familie, meinen Kindern. Sie kann ich fühlen und genießen. Mit ihnen backte, malte, sang und bastelte ich während ihrer Kindheit mit großer Freude. Wir waren unter uns und wurden von niemanden gestört. Doch wenn es hieß, dass im Kindergarten oder der Schule zusammen gebacken oder gebastelt wurde, lief mein Akku schon im Vorfeld heiß. Und doch sah ich es als wichtig an, mit den Kindern Gruppen und Veranstaltungen zu besuchen. Ich wollte sie integrieren und sich sozial wohlfühlen sehen. Eben dazugehören. Doch in mir entstand nie das Gefühl des Dazugehörens. Bei mir kam keine Gelassenheit auf, sondern immer nur die Bemühung, durchzuhalten und nicht aufzufallen.

Ja, heute, fast dreißig Jahre später habe ich nur noch das Gefühl des „Aushaltens“ in meiner Erinnerung. Man kann es auch „Durchhalten“ nennen. Ich konnte nie entspannt im Jetzt und Hier leben, war immer schon im Morgen oder dachte morgen an gestern. Woran hat es gelegen?

Meine Aufmerksamkeitsspanne ist nicht sehr groß. Ich bin immer zu 100% bei einer Sache und falle nach maximal 4 Stunden innerlich völlig erschöpft zusammen. Dadurch entstand das Gefühl des Aushaltens und Durchhaltens, was stets folgte.

Damals wusste ich nicht, dass ich dringend etwas in meinem Leben ändern musste, weil das Asperger Syndrom einfach nicht bekannt war, doch heute würde ich jeden Menschen, der betroffen ist raten, sein Leben so auszurichten, dass das Gefühl des Aushaltens nicht zu viel Raum einnimmt. Die Umgebung muss stimmen, ebenso der Arbeitsbereich. Des weiteren müssen die Anforderungen von außen entsprechend gebremst werden, so dass Erholung möglich ist.
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, bekomme ich auch als Aspergerin das Gefühl hin, im Hier und Jetzt zu leben. Ich kann meine Umgebung fühlen und genießen. Der Trick war einzig und allein von 100% auf 20% zu fahren. Geschätzte 80% waren Überforderung durch das Gefühl, nicht gut genug für diese Welt zu sein.

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