Mein Leben mit dem Asperger Syndrom

Ich bin gelernte Erzieherin und arbeite seit 2010 freiberuflich als Buchautorin. Mit 48 Jahren habe ich erfahren, dass ich das Asperger Syndrom habe. Das erklärt viele unerklärliche Ereignisse, die in meinem Leben stattgefunden haben und immer noch stattfinden. Es hat mein Leben vollkommen verändert. Vieles kann ich jetzt verstehen, vieles ist aber auch neu für mich und macht mir Angst. In diesem Blog schreibe ich über Themen, die mich im Alltag beschäftigen und mir Probleme machen, aber auch über meine Ängste und bisherigen Erfahrungen.

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2 Gedanken zu „Mein Leben mit dem Asperger Syndrom

  1. Alexandra Peters

    Guten Tag!
    Lese Ihren Blog und bin sehr aufgewühlt.
    Werde 50 und habe seit einiger Zeit den Verdacht , Autistin zu sein. Nachdem ich beruflich ein Jahr mit einem autistischen Schüler gearbeitet habe, wurde mir klar, dass sein Verhalten dem meinigen stark ähnelt.
    Zurechtkommen bin ich in dieser Welt eher schlecht als recht. Soziale Kontakte finden kaum statt, ich habe es aufgegeben. Meine Familie und die Natur reichen mir.
    Meine Fragen an Sie: an wen kann ich mich wenden um die Diagnose Autismus zu erhärten oder zu verwerfen und ;
    Wie heißen die Bücher, die sie geschrieben haben.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Alexandra Peters
    Wienhausen/ Celle

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    Antwort
    1. Denkmomente Autor

      Hallo, liebe Alexandra! Grüß dich! Bitte duze mich doch, ist einfacher.
      Schön, dass du nachfragst, denn diese Frage beschäftigt alle am Anfang. Ich kann sehr gut verstehen, dass du aufgebracht bist, denn das war ich auch. Doch ich möchte dich auch direkt beruhigen. Festzustellen, dass man eventuell autistisch ist, ist nichts Schlimmes. Es ist einfach nur eine andere Art von Wahrnehmung. Es ist keine Krankheit und in der Öffentlichkeit werden oft falsche und überdrehte Infos verbreitet. Ich lebe damit ganz gut und habe gelernt, mich meiner Wahrnehmung anzupassen, d.h. nicht mehr alles als Problem anzunehmen, was ich nicht kann.

      Hilfe findest du auf jeden Fall in jeder größeren Stadt in der Autismusberatung. Die ist kostenlos und damit habe ich auch angefangen. Erst einmal mit Fachleuten locker reden. Termine bekommt man dort relativ schnell. Schreibe die Punkte auf, an denen du festmachst, dass du autistisch sein könntest.
      Länger warten musst du, wenn du eine Diagnose möchtest. Die bekommt man fast in jeder Universität, die eine Autismusambulanz hat. Aber auch da gibt es schwarze Schafe. Bisher hörte ich von Dortmund und Charité Berlin, dass dort für die Frauen die besten Anlaufpunkte sind. Die Wartezeit auf einen Termin beträgt oft ein Jahr. Auch dafür solltest du alles notieren, worauf du den Verdacht begründest.
      Vielleicht helfen dir meine Bücher dabei. Sie heißen „Denkmomente“. Es gibt 3 Bände davon, in denen ich über meine Alltagsprobleme berichte, die keiner bemerkt. Die Bücher findest du bei Amazon. Sie sind leider in keiner Buchhandlung erhältlich, weil ich Selfpublisherin bin. Wenn du keinen Amazon-Account hast, kannst du dich bei mir melden. Dann lasse ich dir die Bücher zukommen. Es gibt auch alle Bücher als günstige eBooks. Schau einfach mal. Meine Email: schreinermar@googlemail.com

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Ich betreue auch in Facebook eine Autismus-Seite unter „Denkmomente“, in der sich mittlerweile 700 Leute gesammelt haben. Dort werden Fragen und Infos ausgetauscht. Auch Empfehlungen von Ärzten und Kliniken für die Diagnose, eben alles was hilft. Du kannst dich auch gerne bei mir über email melden, wenn du Hilfe benötigst oder Fragen hast. Wir versuchen uns alle so gut es geht zu unterstützen. Doch zunächst ist einmal wichtig, dass du dich besser fühlst, denn wir sind ganz viele Betroffene, wo niemand von außen bemerkt, dass wir betroffen sind.
      Mit allen lieben Wünschen, Marion

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